Page 47

Wesermarsch_81_01

5. Rechtliche Vorsorgemöglichkeiten 45 des betroffenen Menschen, für seine Bestattung selbst zu sorgen und diese vorab zu regeln, ist vorrangig gegenüber den Totenfürsorgepflichten und -rechten der nächsten Familienangehörigen. Variante 1 Die Wünsche des Kunden werden vertraglich mit einem Bestattungsunternehmen vereinbart. Im Todesfall begleichen die Hinterbliebenen die Kosten aus dem Erbe. Variante 2 Der Kunde vergütet die vertraglich vereinbarten Leistungen im Voraus an das entsprechende Bestattungsunternehmen über ein treuhänderisch verwaltetes zu verzinsendes Sperrkonto. Variante 2a Da das Bestattungsunternehmen stets daran interessiert sein wird, zügig nach Leistung an die entsprechenden Gelder zu kommen, wird das Bestattungsunternehmen mit der treuhänderischen Verwaltung der Einlage beauftragt. Als Nachteil ist zu erwähnen, dass diese treuhänderische Verwaltung durch ein Bestattungsunternehmen wegen Verwaltungskosten und Provisionen die Zinserträge schmälert. Variante 3 Eine Kombination aus Sterbegeldversicherung und Bestattungsvorsorge bei der beide Anbieter Hand in Hand arbeiten. Über ein Bestattungsunternehmen lassen sich erfahrungsgemäß Sterbegeldversicherungen besser verkaufen. So wird durch Zuordnung der Sterbegeldversicherung zur Leistung des Bestattungsunternehmens dieser auch als Bezugsberechtigter eingesetzt. Die Auswahl der Bestattungsvorsorge reicht von Standard bis Exklusiv. Unbedingt ist die vertragliche Vereinbarung einer Rückholgarantie aus dem Ausland in den Vertrag mit aufzunehmen. Todesfall Was ist im Todesfall zu tun? Die nachstehenden Empfehlungen soll Ihnen helfen, im Todesfall eines Angehörigen alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um eine Bestattung reibungslos gestalten zu können. Die nächsten Angehörigen eines Verstorbenen haben das Recht und die Pflicht, die Bestattung des Leichnams zu organisieren. Hat der Verstorbene zu Lebzeiten keine Vorsorge getroffen oder Wünsche hinsichtlich der Bestattung hinterlassen, so entscheiden die Angehörigen über Art und Umfang der Bestattung. Sind keine Angehörigen vorhanden oder zu ermitteln, wird das Ordnungsamt der jeweiligen Stadt oder Gemeinde des Sterbeortes eine ordnungsrechtliche Bestattung im Rahmen der Gefahrenabwehr anordnen. Bestattungsarten, wie die See- oder Flugbestattung bedürfen der Verbundenheit des Verstorbenen mit der See und einer behördlichen Genehmigung. Die Planung einer Bestattung umfasst viele Einzelpunkte. Gerade in oft tiefer Trauer fällt die Organisation dieser Dinge besonders schwer, daher nimmt Ihnen Ihr Bestatter in der Regel Vieles gerne für Sie ab. © Rainer Sturm / www.pixelio.de


Wesermarsch_81_01
To see the actual publication please follow the link above