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44 Ehegattentestament („Berliner Testament“) Ehegatten können ein gemeinschaftliches Testament errichten und den jeweils länger Lebenden zum Erben einsetzen. Hierbei reicht es aus, wenn ein Ehegatte den Text vollständig handschriftlich schreibt und eigenhändig unterschreibt, und der andere Ehegatte seine Unterschrift ebenfalls unter das Schriftstück setzt. Notarielles Testament Es wird unter Beteiligung eines Notars errichtet. Sie erklären diesem mündlich Ihren letzten Willen, der dann vom Notar beurkundet wird. Diese – allerdings nicht kostenlose – Form des Testaments hat zudem den Vorteil, dass Sie durch den Notar gleichzeitig rechtskundige Beratung erhalten. Sie können ein Testament jederzeit neu erstellen bzw. erstellen lassen, wenn es nicht mehr Ihren Wünschen entspricht. Das jüngere Testament ersetzt jeweils die älteren und macht diese ungültig. Aufbewahrung des Testaments Der Aufbewahrungsort hat auf die Gültigkeit des Testaments keinen Einfluss. Sie können Ihr privates Testament jederzeit selbst im Hause verwahren. Es sollte aber so aufbewahrt werden, dass Ihre Erben das Testament nach Ihrem Tode auch tatsächlich finden und dem Nachlassgericht vorlegen können. Wollen Sie jedoch sicherstellen, dass das Testament nicht verloren geht, so empfiehlt es sich, dieses beim Amtsgericht in amtliche Verwahrung zu geben. Hierfür wird einmalig eine Gebühr erhoben. Bestattungsvorsorge Eine Vorsorge für die eigene Bestattung kann jederzeit durch einen Bestattungsvorsorge-Vertrag mit einem Beerdigungsunternehmen Ihres Vertrauens getroffen werden. Rechtlich gesehen handelt es sich dabei um einen Werkvertrag. Auch können Grabpflegeverträge bereits zu Lebzeiten mit Friedhofsgärtnereien geschlossen werden. Die vorab gezahlten Beträge sollten zum Schutz vor Insolvenz der beauftragten Firma auf einem Treuhandkonto hinterlegt werden. Der Wunsch


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