Page 30

Wesermarsch_81_01

2. Leben und Wohnen im Alter 28 Können persönliche Dinge (z.B. eigene Möbel) oder auch Haustiere mitgebracht werden? Können Ehepaare gemeinsam wohnen? Kann man bei Eintritt von (erhöhter) Pflegebedürftigkeit im selben Zimmer bleiben? Wie ist die pflegerische Versorgung gewährleistet (Anzahl und Qualifikation der Mitarbeiter, Nachtwache, Wochenenddienst, Rufbereitschaft)? Wie hoch sind die Heimkosten und wie setzen sich diese zusammen? Was muss extra gezahlt werden (besondere Getränke, Wäschepflege etc.) ? Ist das Heim von den Pflegekassen anerkannt, so dass Sie Leistungen der stationären Pflege beantragen können? Wie gestaltet sich der Tagesablauf (Wecken, Essen, Ruhezeiten)? Lassen Sie sich ein Muster der Heimordnung geben! Zu welchen Zeiten können Sie Besuch empfangen (oder jederzeit möglich?)? Gibt es bei den Mahlzeiten verschiedene Gerichte zur Auswahl? Welche Angebote (therapeutische Angebote, Freizeitangebote) gibt es? Sind Einkaufsmöglichkeiten im Haus/in der Nähe vorhanden? (Ebenso Frisör, Fußpflege o. ä.) Erhalten Sie einen eigenen Hausschlüssel? Wie ist die Anbindung an den Bus- und Bahnverkehr? Kann man eine kurze Zeit zur Probe wohnen? Gibt es eine Interessenvertretung der Heimbewohner (Heimbeirat/Heimfürsprecher)? Lassen Sie sich neben der Heimordnung auch ein Muster des Heimvertrags geben, damit Sie sich diesen in Ruhe anschauen können. Die Kosten eines Heimaufenthaltes sind von Heim zu Heim unterschiedlich und u.a. abhängig von der jeweiligen Pflegestufe. Der Tagessatz der Heimkosten setzt sich zusammen aus drei Bestandteilen: 1. Pflegekosten 2. Investitionskosten (= Kosten für den Bau und die technische Unterhaltung des Heimes) 3. Kosten der Unterkunft und Verpflegung („Hotelkosten“) Hinzukommen können Sonderkosten wie etwa die Bezahlung von besonderen Getränken, Gebühren für Gymnastikstunden o.ä. Die Kosten müssen im Heimvertrag, den Sie mit der Einrichtung schließen, genau aufgeführt werden. Wenn Sie pflegebedürftig sind, erhalten Sie von der Pflegekasse Leistungen zur stationären Pflege (s. Übersicht Leistungen der Pflegeversicherung ab 2015, Vollstationäre Pflege in Pflegeeinrichtungen § 43). Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Heim einen Versorgungsvertrag mit der Pflegekasse geschlossen hat, was aber bei den meisten Heimen der Fall ist. Für die Kosten der Unterkunft und Verpflegung sowie die Investitionskosten müssen Sie selbst (aus Ihrem eigenen Einkommen und Vermögen) aufkommen. Sofern Sie hierzu nicht in der Lage sind oder wenn nur ein geringer Pflegebedarf vorliegt und die Pflegekasse deshalb keine Leistungen erbringt, können Sie Leistungen der Sozialhilfe beantragen: Landkreis Wesermarsch Fachdienst 50 (Soziales) Poggenburger Straße 15, 26919 Brake Tel. 04401 927353 Nachfolgend erhalten Sie eine Übersicht über alle Alten und Pflegeheime im Landkreis Wesermarsch: Übersicht der stationären Altenpflegeeinrichtungen: BERNE Kückens-Altenpflegeheim Schröder & Griepenburg OHG Weserstraße 3, 27804 Berne Tel. 04406 939921 BRAKE Pflegeheim Alt Harrien GmbH Harrierstraße 9, 26919 Brake Tel. 04401 72817 www.pflegeheim-alt-harrien-gmbh@t-online.de


Wesermarsch_81_01
To see the actual publication please follow the link above