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2. Leben und Wohnen im Alter 27 kenkassen und nicht die Pflegekassen. Daher kann sie auch nicht – wie zum Beispiel eine Pflegestufe – durch den Patienten beantragt werden, sondern erfolgt ausschließlich durch ärztliche Verordnung bei medizinischer Notwendigkeit. Sie bedarf aber der Genehmigung durch die Kasse! Die häusliche Krankenpflege wird im Haushalt des Versicherten oder seiner Angehörigen erbracht und umfasst: 1. Behandlungspflege = Alle Maßnahmen der vertragsärztlichen Behandlung, die dazu dienen, Krankheiten zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern und die von Pflegefachkräften erbracht werden. 2. Grundpflege = Grundverrichtungen des täglichen Lebens, z.B. Anleitung zur Grundpflege Ausscheidungen / Kontinenztraining Ernährung Körperpflege 3. Hauswirtschaftliche Versorgung = Alle allgemein notwendigen, grundlegenden Maßnahmen zur Aufrechterhaltung einer eigenständigen Haushaltsführung, z.B. Besorgungen Wäsche wechseln und waschen Reinigen der Wohnung Müllentsorgung Mahlzeitenzubereitung Geschirr spülen usw. Pflegehilfsmittel Die Pflegekasse übernimmt die Kosten der zum Verbrauch bestimmten Hilfsmittel bis zu 31,– Euro pro Monat. Hierzu zählen: Bettschutzeinlagen, Einmalhandschuhe, Mundschutz, Schutzschürzen und Desinfektionsmittel. Pflegehilfsmittel erhalten Sie bei Sanitätshäusern in Ihrer Region. Technische Hilfsmittel, wie Krankenbetten, Rollstühle oder Hebegeräte werden von der Pflegekasse bei Notwendigkeit auch zur Verfügung gestellt. Wohnen im Heim Trotz zahlreicher Hilfsangebote kann irgendwann der Zeitpunkt kommen, ab dem es nicht mehr möglich ist, zu Hause „in den eigenen vier Wänden“ wohnen zu bleiben. Oft bleibt dann keine andere Alternative als der Umzug in ein Senioren- und Pflegeheim. Auch wenn vielen dieser Schritt sehr schwer fällt: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Heimen werden alles tun, damit Sie hier eine neue Heimat finden. Wie finde ich einen geeigneten Heimplatz? Wenn Sie einen Heimplatz suchen, finden Sie Beratung und Hilfe beim Senioren- und Pflegestützpunkt und bei den Pflegekassen. Selbstverständlich können Sie aber auch direkt bei den Senioren- oder Pflegeheimen Ihrer Wahl anfragen. Verschaffen Sie sich, wenn es geht, einen persönlichen Eindruck von den Heimen, die in Ihre engere Wahl fallen. So können Sie am besten beurteilen, ob Sie sich dort (irgendwann) heimisch fühlen können. Auch wenn unter Zeitdruck ein Heimplatz gesucht werden muss, sollten Sie mindestens zwei Heime miteinander vergleichen! Ggf. kann zur Überbrückung zunächst eine Kurzzeitpflege in Anspruch genommen werden, um mit etwas mehr Ruhe nach einem geeigneten Heimplatz suchen zu können. Überlegen Sie sich, welche Voraussetzungen ein Heim für Sie erfüllen sollte und informieren Sie sich entsprechend. Sie können dabei z.B. Folgendes erfragen: Größe und Ausstattung der Einrichtung (z.B. Einzelzimmer, Doppel- oder Mehrbettzimmer, Gemeinschaftsräume, Küche für einzelne Wohnbereiche, Kapelle) Größe und Ausstattung der Zimmer selbst (u.a. eigene sanitäre Anlagen)


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